Soziale Netze knüpfen

Nicht nur für Alleinerziehende ist es wichtig, soziale Netze zu knüpfen. In Ihrem eigenen Interesse und in dem Ihrer Kinder sollten Sie versuchen, sich eine eigene Großfamilie zu schaffen. Sie garantiert den Kindern ausreichend Bezugspersonen. Für Sie selbst bedeutet sie eine Entlastung. 

Knüpfen Sie Kontakte zu anderen Alleinerziehenden und Familien in Ihrer Umgebung. Pflegen Sie verwandtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen. Wenn Sie sich wechselseitig die Kinder abnehmen, gewinnen alle Erwachsenen an Freiraum.

Ein soziales Netz kann den anderen Elternteil umfassen, Großeltern, Tanten und Onkeln, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde (samt deren Kindern) und nicht zuletzt die Eltern von Kindern, mit denen ihre eigenen zusammen den Kindergarten oder die Schule besuchen. 

Es tut gut, mit anderen Eltern über die Eigenheiten der Kinder, über Schulprobleme und über die eigenen Unsicherheiten bei der Kindererziehung reden zu können. Es ist beruhigend zu wissen, dass die eigenen Kinder fallweise auswärts übernachten können. Der Kontakt mit anderen Eltern verhindert, allzu starre Vorstellungen davon zu entwickeln, was für Kinder gut und richtig ist. 

Tipp: Eine Liste für alle Fälle

Alleinerziehende müssen ihren Tagesablauf genau organisieren, um allen Anforderungen gerecht zu werden: zeitgerecht am Arbeitsplatz sein, das Kind pünktlich vom Kindergarten abholen, am Weg dorthin Theaterkarten besorgen, im Supermarkt einkaufen und sich vor Ordinationsschluss Hustentropfen verschreiben lassen. 

Die Vorstellung, dass etwas Unvorhergesehenes passiert und die mühsam aufgebaute Organisation zusammenbricht, ist für viele Alleinerziehende eine Bedrohung. Machen Sie sich eine Liste für alle Fälle: Notieren Sie Namen, Adressen, Telefonnummern aller Personen und Einrichtungen, an die Sie sich im Ernstfall wenden können. Tragen Sie die Liste immer bei sich. 

Ernstfälle, die Sie beunruhigen, könnten beispielsweise folgende sein: 

Was ist, wenn