Sonderbedarf

Sonderbedarf steht in Ausnahmefällen neben dem regulären Unterhaltsanspruch zu. Als Sonderbedarf werden Aufwendungen bezeichnet, die über den Durchschnittsbedarf hinausgehen und zur Deckung der gerechtfertigten Bedürfnisse des Kindes notwendig sind. Dieser steht neben dem regulären Unterhaltsanspruch in Ausnahmefällen zu.

Die Rechtsprechung zeigt sich bei der Anerkennung von Sonderbedarf in den letzten Jahren eher restriktiv. So wurden die Kosten von Schulschikurs und Schulsportwochen und die Kosten eines Horts, eines Internats, einer Kinderkrippe oder eines Kindermädchens nicht als Sonderbedarf qualifiziert.

Außertourliche Ausgaben aufgrund gerechtfertigter Bedürfnisse des Kindes (zum Beispiel Zahnregulierung, Psychotherapiekosten) können gesondert eingefordert werden, wenn sie durch den laufenden Unterhalt nicht gedeckt werden können. Für alle mit Unterhaltsansprüchen minderjähriger Kinder zusammenhängenden Fragen ist das Pflegschaftsgericht zuständig - das ist das Bezirksgericht, in dessen Sprengel das Kind wohnt. Kompetente Beratung und Unterstützung in Unterhaltsangelegenheiten erhalten Sie am Amt für Jugend und Familie - Rechtsvertretung.

 

Bei der Beurteilung, ob ein Aufwand einen Sonderbedarf darstellt, kommt es stark auf die individuellen Umstände im Einzelfall an.

Beratung und Unterstützung in Unterhaltsangelegenheiten erhalten Sie dazu vom Amt für Jugend und Familie - Rechtsvertretung.