THEMA: Kalte Jahreszeit und Alleinerziehende: Obsorge bei Tod eines Elternteils, Unterstützung für Energieausgaben, Pläne für ein JungwienerInnendarlehen

Kalte Jahreszeit und Alleinerziehende: Obsorge bei Tod eines Elternteils, Unterstützung für Energieausgaben, Pläne für ein JungwienerInnendarlehen

Der vierte Newsletter 2015 bietet Informationen zu folgenden Themen: 1. Obsorge bei Tod eines Elternteils, inklusive Vorsorge für den Todesfall eines alleinobsorgeberechtigten Elternteils, 2. Unterstützung für Energieausgaben, sowie 3. die Vorstellung von Plänen für ein JungwienerInnendarlehen zur Wohnungsfinanzierung

  1. Obsorge bei Tod eines Elternteils - Vorsorge für den Todesfall eines alleinobsorgeberechtigten Elternteils

Vielleicht kommt Ihnen manchmal der Gedanke, wer sich um ihr Kind kümmert, sollte Ihnen etwas zustoßen. Folgende Informationen könnten für Sie hilfreich sein, damit Sie Ihr Kind im Falle Ihres Todes gut versorgt wissen:

Wenn Sie das Sorgerecht mit dem anderen Elternteil des Kindes gemeinsam ausüben, kommt die Obsorge automatisch dem anderen Elternteil zu.

Bei alleiniger Obsorge entscheidet das Gericht, wer am besten für das Kind sorgen könnte: der andere Elternteil, die Großeltern oder Pflegeeltern (dazu würde auch Ihr Lebensgefährte bzw. Ihre Lebensgefährtin - verschieden- oder gleichgeschlechtlich - zählen).

Sie können mittels eines Testaments Ihre Wunschperson nennen. Es ist ratsam, möglichst konkret zu begründen, warum sich diese Person am besten für die Pflege und Erziehung Ihres Kindes eignen würde. Schildern Sie, wie sich die Beziehung zwischen Ihrem Kind und der Wunschperson gestaltet: z.B. Wie verbringen die beiden Zeit miteinander, mögen sie einander?

Für das Gericht ist der Wunsch nicht bindend, er wird aber in die Entscheidung miteinbezogen.

Weitere Informationen:

MAG ELF

https://www.wien.gv.at/kontakte/ma11/index.html

Frauentelefon

https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/beratung/frauentelefon/index.html

Wie Sie ein Testament am einfachsten aufsetzen, erfahren Sie hier:

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/79/Seite.791031.html

Weiterführende Informationen zum Verfassen eines Testaments:

Österreichische Notariatskammer

http://www.notar.at/de/

Manche NotarInnen bieten eine kostenlose Erstberatung an.

  1. Unterstützung für Energieausgaben

Die kältere Jahreszeit ist angebrochen. Eine dauerhaft warme Wohnung in den Wintermonaten ist jedoch keine Selbstverständlichkeit und für armutsgefährdete Personen gar nicht oder nur schwer leistbar. Oftmals verursachen ältere Geräte oder eine schlechte Wärmeisolierung sehr hohe Energiekosten.

In Wien können energiearmutsgefährdete Personen über folgende Einrichtungen Energieberatung in Anspruch nehmen bzw. unter bestimmten Voraussetzungen auch eine finanzielle Unterstützung zur Deckung ihrer Energiekosten erhalten.

Wien Energie-Welt Spittelau

Privatkundinnen und Privatkunden können bei der Wien Energie-Welt Spittelau kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen und dort zum Beispiel Informationen zu den Themen Stromsparen und effiziente Haushaltsgeräte erhalten. Angeboten wird auch ein Heizkostenvergleich. Dabei werden die Heizkosten bei Verwendung verschiedener Energieträger miteinander verglichen.

Das Wien Energie-Welt Spittelau ist erreichbar unter der Nummer 0800 500 800 und per E-Mail info@wienenergie.at.

Wiener Energieunterstützung

Seit 2013 ersetzt die Wiener Energieunterstützung den früheren Heizkostenzuschuss.

Die Wiener Energieunterstützung ist eine Maßnahme der Stadt Wien zur Bekämpfung von Energiearmut und richtet sich an Bezieherinnen und Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung und an Mindestpensionistinnen und Mindestpensionisten mit Mobilpass. Die Wiener Energieunterstützung umfasst einerseits Energieberatung und andererseits eine finanzielle Unterstützung bei Energiekostenrückständen.

Im Rahmen der Energieberatung wird auf Wunsch eine kostenlose Beratung im jeweiligen Haushalt durchgeführt um zu erheben, ob veraltete Elektrogeräte, undichte Fenster oder ältere Boiler vorhanden sind. In diesem Fall werden Maßnahmen vorgeschlagen, welche den Energieverbrauch dauerhaft senken würden. Die Stadt Wien leistet eine Unterstützung bei der Umsetzung und Finanzierung solcher Maßnahmen z.B. durch einen Gerätetausch.

Manchmal sehen sich Kundinnen und Kunden finanziell nicht in der Lage ihre Energiekosten pünktlich zu zahlen, wodurch ein Zahlungsrückstand entsteht und die Absperrung vom Strom- oder Gasnetz droht. Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt die Magistratsabteilung 40 auf Antrag eine Unterstützung bei Energiekostenrückständen. Die Magistratsabteilung 40 führt eine genaue Überprüfung durch und übernimmt im Bedarfsfall einmalig die Bezahlung von Energiekostenrückständen und verhindert somit die Absperrung.

Folgende Voraussetzungen sind für die Unterstützung bei Energiekostenrückständen erforderlich:

Nähere Informationen zur Wiener Energieunterstützung sind bei die Sozialzentren der MA 40 erhältlich. Die Kontaktdaten der Sozialzentren sind über folgenden Link abrufbar: https://www.wien.gv.at/gesundheit/leistungen/wiener-sozialzentren.html

Das Antragsformular wird an der Rezeption der Sozialzentren ausgegeben.

Folgende Unterlagen sind für die Antragstellung nötig:

VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas

Der VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas unterstützt Menschen in finanziellen Notlagen durch Maßnahmen wie Energieberatung von geprüften Energieberaterinnen und Energieberatern, Gerätetausch und Überbrückungsfinanzierung von Stromrechnungen.

Für nähere Informationen zu den Voraussetzungen zur Inanspruchnahme des VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas stehen die Sozialberatungsstellen zur Verfügung.

Caritas - Sozialberatung Wien

Wiedner Hauptstraße 140, 1050 Wien, Tel: 01 545 45 02

  1. JungwienerInnen-Darlehen für Wohnungsfinanzierung unter anderem für Alleinerziehende

Gerade für Alleinerziehende können Kosten für die Schaffung einer Wohnung eine nicht zu unterschätzende Herausforderung darstellen. Der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig verkündete im September 2015, dass die Einführung eines JungwienerInnen-Darlehens beabsichtigt sei. Durch dieses Darlehen sollen junge Menschen in Ausbildung, Alleinerziehende und Jungfamilien bei der Finanzierung der Eigenmittel für eine geförderte Wohnung mit dem JungwienerInnen-Darlehen unterstützt werden. So sollen junge Wohnungssuchende mit niedrigem Einkommen ab 2016 ein günstiges, nur mit 1 Prozent verzinstes Darlehen der Stadt Wien in Anspruch nehmen können um die Grundkosten- und Baukostenanteile („Genossenschaftsbeitrag“) einfacher finanzieren zu können.

Nähere Informationen folgen im Falle eines entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses.