Familienname

Für die Namensbestimmung des Kindes ist die mit der Pflege und Erziehung (= mit der Obsorge) betraute Person zuständig.

Unehelich geborene Kinder erhalten den Familiennamen, den die Mutter bei der Geburt des Kindes führt. Wenn Sie wollen, dass Ihr unehelich geborenes Kind den Familiennamen des Vaters führen soll, besteht die Möglichkeit der Namensbestimmung bei der Geburtsbeurkundung vor dem Sandesbeamten.

Ehelich geborene Kinder erhalten nach österreichischem Recht den gemeinsamen Familiennamen der Eltern. Führen die Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen, erhält das Kind den Familiennamen, den die Eltern bei der Eheschließung für ihre Kinder bestimmt haben. Zum gemeinsamen Familiennamen kann zunächst einer ihrer Namen bestimmt werden. Besteht ein solcher aus mehreren Teilen, so kann der gesamte Name oder dessen Teile verwendet werden. Es kann genauso auch ein aus den Familiennamen beider Elternteile gebildeter Doppelname zum gemeinsamen Familiennamen bestimmt werden. Dabei dürfen aber maximal zwei Teile dieser Namen verwendet werden. Können sich die Eltern bei der Bestimmung des Familiennamens des Kindes nicht einigen, so erhält das Kind den Familiennamen der Mutter.

Die Bestimmung des Familiennamens des Kindes ist grundsätzlich nur einmalig zulässig. Ändert sich aber beispielsweise der Familienname der Eltern oder eines Elternteiles oder heiraten die Elternteile einander, kann der Familienname des Kindes erneut bestimmt werden.

Geschlechtsspezifische Namen

Seit 1. Februar 2013 besteht die Möglichkeit, einen Familiennamen dem Geschlecht der Person entsprechend abzuwandeln, soweit dies der Herkunft der Person oder der Tradition der Sprache entspricht, aus der der Name stammt. Geschlechtsspezifische Namensendungen sind beispielsweise in den slawischen Sprachen häufig (z.B. –ova/ov, -owa/owa, -ska/sky etc.). 
Sobald der Name der Frau oder des Mannes eine geschlechtsspezifische Abwandlung erfährt, liegt kein gemeinsamer Familienname mehr vor. Die Kinder erhalten somit grundsätzlich den Familiennamen der Mutter. Jedoch kann auch hier der Familienname des Vaters oder ein zulässiger Doppelname als Familienname des Kindes bestimmt werden. In weiterer Folge kann dann bestimmt werden, dass der gewählte Familienname des Kindes seinem/ihrem Geschlecht angepasst wird. Genauso kann beantragt werden, dass eine auf das Geschlecht hinweisende Endung des Namens entfällt.

Durch eine Adoption ändert sich der Familienname des Kindes nicht automatisch. Es kann aber dessen Familienname nach der Adoption neu bestimmt werden.

Behördliche Namensänderungen

Voraussetzung für die Beantragung behördlicher Namensänderungen ist, dass das Kind die österreichischer Staatsbürgerschaft besitzt, staatenlos oder Flüchtling mit Wohnsitz beziehungsweise gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich ist.

Beispiele

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Neue Regelungen betreffend den Familiennamen des Kindes


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