Bildungskarenz

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, zum Zweck der Weiterbildung in Bildungskarenz zu gehen. Während dieser Zeit können sie Weiterbildungsgeld beziehen. Die Bildungskarenz kann genutzt werden für:

Der Besuch einer Weiterbildungsmaßnahme im Ausmaß von mindestens 20 Stunden pro Woche (inkl. Lernzeiten) muss schriftlich nachgewiesen werden (z.B. mit Zeugnissen oder Kursbesuchsbestätigungen). Für Eltern mit Betreuungspflichten für Kinder unter 7 Jahren genügt der Nachweis über 16 Stunden pro Woche. Bei einem Studium gilt: Sie brauchen für den Weiterbezug des Weiterbildungsgeldes den Nachweis über Prüfungen über 4 Semesterwochenstunden oder im Ausmaß von 8 ECTS pro Semester oder bei Abschlussarbeiten wie z.B. einer Diplomarbeit eine Bestätigung über den Fortschritt, oder eine Bestätigung über die Vorbereitung auf eine abschließende Prüfung.

Voraussetzungen und Bedingungen

Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Bildungskarenz ist ein durchgehendes Arbeitsverhältnis von mindestens sechs Monaten und das Einvernehmen mit dem Arbeitgeber.Ist der Arbeitgeber einverstanden, kann eine Freistellung von mindestens drei Monaten und bis zu einem Jahr vereinbart werden.

Folgende Bedingungen gelten während der Bildungskarenz:

Weiterbildungsgeld

Für die Zeit der Bildungskarenz können Sie bei der für Sie zuständigen regionalen Geschäftsstelle des AMS Weiterbildungsgeld beantragen. Dazu müssen Sie den Nachweis der beruflichen Weiterbildung erbringen.

Arbeitnehmerinnen über 45 erhalten als Weiterbildungsgeld den gleichen Betrag, den sie im Fall von Arbeitslosigkeit erhalten würden. In diesem Fall gelten die Bezugszeiten des Weiterbildungsgelds auch als Ersatzzeiten für die Pensionsversicherung.

Beratungsstellen

Geschäftsstellen des AMS
Arbeiterkammer - Bildungsberatung