Bedeutung von Bezugspersonen

Damit die Grundbedürfnisse eines Kindes befriedigt werden, benötigt es Bezugspersonen. Je mehr, desto besser. Personen, die fürsorglich, zuverlässig und einfühlsam sind. Die das Kind fördern und an seinem Leben Anteil nehmen.

Die besondere Beziehung, die ein Kind zu Personen entwickelt, die es kontinuierlich betreuen, wird Bindung genannt. Das Entstehen einer solchen von Vertrauen geprägten Beziehung ist nicht die Folge von Abstammung, sondern von Nähe und Zuwendung.

In den ersten Lebensjahren braucht ein Kind ständig eine Bezugsperson in seiner Nähe. Es darf, um sich sozial und emotional gesund zu entwickeln, nicht alleingelassen werden. Das bedeutet weder, dass ein kleines Kind nur eine Bezugsperson haben soll, noch dass diese Bezugsperson unbedingt die Mutter sein muss. Auch wenn das gewöhnlich der Fall ist.

Qualität der Bindungen entscheidend

Entscheidend für das Wohlbefinden und die Entwicklung eines Kindes ist die Qualität der Beziehungen zu den Personen seiner Umgebung, nicht deren Verwandtschaftsgrad und nicht die Form der Familie, in der es aufwächst. 

Ausreichend verlässliche Bezugspersonen zu haben, ist für alle Kinder ein Gewinn. Sie werden dadurch beziehungsfähiger, erhalten mehr Anregungen und sammeln mehr Erfahrungen.

Die Zahl der Personen, an die sich ein Kind binden kann, ist begrenzt. Säuglinge ab sechs Monaten können sich bereits an mehrere Personen binden. Allerdings brauchen sie eine oder zwei Hauptbezugspersonen, die die Kontinuität der Betreuung gewährleisten. Die Rolle der Hauptbezugspersonen können beispielsweise Mutter oder Vater übernehmen, Mutter und Tagesmutter oder der Vater und die Betreuerin in der Kindergruppe.

Tipp

Für Alleinerziehende ist es im Interesse der Kinder wichtig, folgende Fragen zu klären: